21./22.10.2017

SVD schwimmt oben: Drittbeste Masters in Bayern, Vereinsrekord und erfolgreiche Damen

 

Dachau/München - Schwimmer gehen dynamisch ins Wasser. Genauso startete der SV Dachau in die neue Schwimmsaison 2017/2018: Innerhalb einer Woche gingen die Schwimmer von Cheftrainer Michael Posch und Abteilungsleiter Sven Höfer bei drei Wettkämpfen an den Start. Beim Herbstdurchgang des Oberbayerischen Mannschaftspokals (OMP), den Oberbayerischen Meisterschaften (OBB) und dem Bayernfinale des Deutschen Mannschaftswettbewerb im Schwimmen der Masters (DMSM) war der SVD generationsübergreifend im Einsatz: Von den jüngsten Nachwuchskräften bis zu den routiniertesten Oldies ging alles ins Wasser - und kehrte mit beachtlichen Erfolgen zurück. Die Masters-Mannschaft des SVD wurde in der Gesamtwertung so überraschend wie überragend Dritter, ist also die Nummer drei in Bayern. An der Qualifikation fürs deutschlandweite Finale schrammte man nur knapp vorbei.

Die Wege waren nicht weit, die drei Wettkämpfe fanden im Hallenbad des Anton-Fingerle-Bildungsinstituts in München (OMP und OBB) statt. Beim DMSM hatten die Dachauer sogar Heimvorteil - und sie nutzten ihn. 

Vereinsrekord für Matze Gattinger

Im vertrauten „schnellen Wasser“ des Hallenbades Dachau wuchs die zehnköpfige SVD-Masters-Riege über sich hinaus und erreichte nach der Punkteaddition aus den 24 Wettkämpfen mit 15630 Zählern einen neuen Vereinsrekord. Dieser reichte dann tatsächlich zum dritten Rang - die Masters des SVD sind die Nummer drei in Bayern. Nach hartem Fight musste sich die SG Bamberg als Vierter mit 234 Punkten Rückstand geschlagen geben. Es siegte der SC Delphin Ingolstadt I mit 17034 Punkten vor dem SC Regensburg I (16723).
Aus einer geschlossenen starken Mannschaftsleistung ragte die  von Matthias Gattinger heraus. „Matze“  war der einzige Dachauer, der einen Wettkampf gewinnen konnte, die 100 Meter Lagen - und zwar stilecht mit neuem Vereinsrekord! Einen zweiten Rang sicherte sich Jochen Heinzinger (100 Meter Schmetterling), Uwe Böer schaffte mit drei dritten Rängen einen persönlichen Hattrick, auch Gattinger (zweimal) und Michael Posch (einmal) feierten Bronzeränge. Bärenstark auch die 400 Meter Freistil von Susanne Schober, die sich um 20 Sekunden verbesserte. Auch Malina Schmidt stellte eine gewaltige persönliche Bestleistung auf und unterbot ihre alte Zeit über 200 Meter Lagen um über 14 Sekunden.

Für den SVD am Start: Regina Frischholz (Jahrgang 1965), Christel Resech (1964), Malina Schmidt (1988), Susanne Schober (1971), Uwe Böer (1969), David Conway (1962), Matthias Gattinger (1994), Jochen Heinzinger (1967), Michael Posch (1970), Alexander Sengpiel (1969).

Ronja und Anja glänzen

Elf Athleten des SVD wagten sich ins brodelnde Wasser des Bades im Anton-Fingerle-Bildungszentrums in München-Giesing. Brodelnd deshalb, weil sich bei „der Oberbayrischen“  fast 550 Schwimmer aus 36 Vereinen für über 2500 Einzelstarts ins Becken stürzten - und zwar beim Einschwimmen sogar gleichzeitig. Da wäre es auch für Piranhas eng geworden.
Vielleicht beflügelte die Enge, jedenfalls erreichten die Dachauer bei 17 von insgesamt 30 Starts neue persönliche Bestzeiten. Miriam Negele (2005) stellte bei jedem ihrer sechs Starts einen neuen Rekord auf. Anja Reischl (Jahrgang 2004) und Ronja Hinterding (2003) holten mit zwei bzw. einem fünften Rang die besten Platzierungen für den SVD. Außerdem gab es weitere zehn Top Ten- und acht weiter Top 15-Platzierungen zu feiern.

Für den SVD am Start: Ronja Hinterding (2003), Lilly Hüller (Jahrgang 2007), Viviane Kubitschke (2001), Hannah Negele (2007), Miriam Negele (2005), Anja Reischl (2004), Julia Schober (2005), Ozan Miguel Gündogdu (2004), Christoph Hanselmann (2004), Michael Posch (1970).

Drei vierte OMP-Plätze

Im Herbst wird abgerechnet. Jedenfalls beim Oberbayerischen Mannschaftspokal. Im Frühling fand der erste Durchgang in Dachau statt, zum Rückkampf ging’s nach München-Giesing. Wie bei der OBB musste auch der OMP im Anton-Fingerle-Bildungszentrum stattfinden, denn der Schwimmbadumbau des Ausrichters, des SC Prinz Eugen München, ist zwar abgeschlossen, das neue Bad aber noch nicht abgenommen.
Im „Fingerle-Bad“ stellte der SVD fünf Teams. Die Herren-Mannschaft, im Frühjahr Vierter geworden und auf den Bronze-Pokal schielend, musste absagen, weil Verletzungs- und Terminprobleme die Truppe sprengten. Dafür performten die Damen erfolgreich. Die erste Mannschaft wiederholte mit Rang vier das Ergebnis des Frühjahrswettkampfs, was beinahe logisch auch Rang vier in der Gesamtwertung (hinter WSV Bad Tölz, SC Prinz Eugen und SG Oberland-Penzberg) bedeutete. Besonders schön: Das von der Altersstruktur sehr homogen gestellte Team mit Sabrina Resech (Jahrgang 1996), Lisa Kowarik-Strömer, Vivian Mentzel, Lena Nolte, Hannah Winzer (alle 2000) und Lara Nolte (2002)  bietet exzellente Zukunftsperspektiven.
Die „next generation of Ladys“, die weibliche Jugend, brachte sich aber bereits in Stellung: Auch die erste Jugendmannschaft mit Ronja Hinterding (2003), Antonia Posch, Anja Reischl (beide 2004), Julia Schober (2005), Cara Stöteknuel (2003) und Lara Stufler (2005) wurde im Frühling, Herbst und insgesamt Vierter. Es siegte das Team des SC Prinz Eugen München vor TSV Hohenbrunn-Riemerling und der SG Oberland-Penzberg. Die zweite Mannschaft mit Emma Gasperini, Mirja Höfer, Inga Höhnel, Leoni Hüller, Nathalie Isele (alle 2004) und Nele Gyalmos (2006) schloss als Gesamtelfter ab.
Die männliche Jugend mit Ozan Miguel Gündogdu, Christoph Hanselmann, Sebastian Kölbl, Joshua Müller (alle 2004), Rupert Habersetzer (2005) sowie Gergö (2005) und Vince (2006) Varga-Bujak zogen mit den starken Mädchen mit - auch sie wurden Vierte der Gesamtwertung. Die Siegerpokale holten der TSV Hohenbrunn-Riemerling (Gold), TSV Solln (Silber) und WSBV Bad Tölz.
Die jüngsten Dachauer, die Truppe der „Mini-Mixed“, schlug sich wacker und kämpfte leidenschaftlich, am Ende reichte es für Lilli Hüller (2007), Lilli Gyalmos, Leni Heinecke, Nelly Höfer (alle 2008) sowie Quentin Kempe (2008) und Lars Metze (2007) für Rang fünf. Hier siegte das Nachwuchsteam des TSV Eintracht Karlsfeld vor den beiden Teams der Fürstenfeldbrucker Wasserratten.
Insgesamt stellten die 31 Dachauer Sportler bei ihren Einzelstarts 34 neue persönliche Bestmarken auf.

Jürgen Winzer

 

Die Damen-Mannschaft des SV Dachau holte beim OMP 2017 nach Frühling- und Herbstdurchgang Gesamtrang vier: Lara Nolte, Lena Nolte, Hannah Winzer, Lisa Kowarik-Strömer, Vivian Mentzel (v.l.), Sabrina Resech (nicht im Bild)

Die Masters-Mannschaft des SV Dachau belegte beim Bayernfinale des DMS den hervorragenden dritten Platz

Auf dem Weg zum Vereinsrekord: „Matze“ Gattinger siegte beim DMSM über 100 Meter Lagen